Unser Angebot für Fachpersonen
Wir bringen Erfahrungsexpertise in Ausbildung, Strukturentwicklung, kantonale Aufsichtsbesuche und Strukturentwicklung ein und verstehen uns als konstruktive Partnerorganisation.
Unser Angebot richtet sich an Hochschulen, Forschung, Kantone, Institution, Beistände, Sozialpädagog:innen , Sozialarbeiter:innen und öffentliche Stellen, die Leaving Care weiterentwickeln möchten.
Warum Erfahrungsexpertise unverzichtbar ist
Leaving Care ist mehr als ein administrativer Übergang. Es ist ein sensibler Lebensabschnitt, in dem strukturelle Rahmenbedingungen, institutionelle Abläufe und persönliche Erfahrungen direkt aufeinandertreffen.
Fachwissen und professionelle Standards sind dabei essenziell. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus der Praxis: Übergänge gelingen nachhaltiger, wenn die Perspektive der Betroffenen systematisch einbezogen wird.
Erfahrung ergänzt Fachlichkeit – Careleaver:innen verfügen über Wissen, das in keinem Lehrbuch steht. Diese Erfahrungen ermöglichen differenzierte Rückmeldungen zu Strukturen, Prozessen und Unterstützungsangeboten.
Qualität durch Begleitung – Beteiligung bedeutet nicht Ersatz von Fachlichkeit, sondern deren Ergänzung.
Dialog statt Gegenüberstellung – Unser Ziel ist ein konstruktiver Dialog, der dazu beiträgt, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und Übergänge verantwortungsvoll zu gestalten.

Fachinputs, Referate und Workshops
Careleaver:innen wirken als Erfahrungsexpert:innen in:
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Fachveranstaltungen und Fachtagungen
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Ausbildungsmodulen
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Internen Weiterbildungen in Institutionen oder Fachorganisationen
Unsere Inputs ergänzen fachliche Perspektiven um die gelernte Realität von Careleaver:innen.

Mitwirkung in Konzept- und Strukturentwicklung
Wir bringen unsere Erfahrungsexpertise ein bei:
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der Ausarbeitung und Entwicklung von Leaving-Care Konzepten
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Austrittsplanung und Übergangsgestaltung
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Evaluation bestehender Angebote
Erfahrungsperspektiven tragen dazu bei, Strukturen praxisnah und nachhaltig zu gestalten.

Erfahrungsperspektiven in der Forschung
Careleaver:innen verfügen über Wissen, das statistisch noch nicht erfasst wird. Ihre Erfahrungen ermöglichen:
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Realitätsnahe Forschungsfragen
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Differenzierte Interpretation von Ergebnissen
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Praxisorientierte Handlungsempfehlungen
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Höhere Validität
Wir setzen uns dafür ein, dass Forschung nicht über Careleaver:innen, sondern mit Careleaver:innen gestaltet wird.

Partizipative Forschung
Partizipation ist für uns ein zentrales Qualitätsmerkmal von Forschung.
Careleaver:innen sollen nicht nur befragt werden, sondern in verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses mitwirken, beispielsweise:
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In einer Begleitgruppe oder Expert:innenräten
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Teil des Soundingboards
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Bei der Interpretation von Ergebnissen
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Bei der Diskussion von Handlungsempfehlungen
Partizipative Forschung stärkt die Aussagekraft von Studien und trägt dazu bei, dass Erkenntnisse praxisrelevant und umsetzbar bleiben.

Erfahrungsexpertise an Hoch- und Fachhochschulen
Careleaver:innen wirken als Gastdozent:innen und Erfahrungsexpert:innen an Hochschulen und Fachhochschulen.
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Einblick in die Lebensrealität
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Reflexion von Übergangsprozessen aus Betroffenenperspektive
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Diskussion von strukturellen Herausforderungen im Hilfesystem
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Sensibilisierung zukünftiger Fachpersonen
Die Verbindung von Theorie, Fachwissen und gelebter Erfahrung trägt dazu bei, zukünftige Fachpersonen für die Thematik Leaving Care zu sensibilisieren und professionelle Handlungssicherheit zu stärken.
